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Una Szeemann (*1975, Locarno, lebt und arbeitet in Zürich und Tegna) Future Fossils - Acacia dealbata / Ailanthus altissima / Laurus nobilis / Phyllostachys aurea / Prunus laurocerasus / Robinia pseudoacacia / Trachycarpus fortunei 2022 Kalkstein-Beton 15 x 190 x 130 cm / 10 x 140 x 100 cm / 10 x 100 x 70 cm Kunstsammlung Schweizerische Mobiliar Genossenschaft In ihren künstlerischen Arbeiten verbindet Una Szeemann Elemente der Anthropologie, Geschichte und Botanik. Ihre Reflexionen bewegen sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Bewusstsein und Unbewusstem, Leben und Erinnerung, Materie und Raum. In solchen Spannungsfeldern entstehen Werke, die diese scheinbaren Gegensätze zu vereinen suchen. Für die Künstlerin besteht eine enge Wechselbeziehung zwischen dem Menschen, der seine Umwelt formt, und der Natur, die sich diesem Einfluss anpasst und ihn zugleich verwandelt. |
Die Installation Future Fossils, derzeit im Park der Villa dei Cedri zu sehen, untersucht die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das Werk besteht aus drei übereinandergeschichteten Betonplatten – eine stufenartige Struktur, die an eine Ruine erinnert und ein Gefühl des Vergessens weckt. Auf ihren Oberflächen sind Abdrücke von Ästen, Stämmen, Blättern und Wurzeln sogenannter Neophyten zu erkennen: invasiver, exotischer Pflanzenarten, die teilweise zum Rückgang der lokalen Biodiversität beitragen. Diese „Fossilien der Zukunft“ verweisen auf die strengen Massnahmen, mit denen der Bund versucht, schädliche Arten unter Kontrolle zu halten und die einheimische Flora zu schützen. Future Fossils markiert einen wichtigen Moment in der künstlerischen Arbeit von Szeemann. Es ist Ausdruck ihrer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Frage, wie Erinnerung dargestellt wird und wie Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft weiterlebt. Für die Künstlerin verschwindet nichts wirklich – alles hinterlässt Spuren. Ihr Werk steht sinnbildlich für die widersprüchliche Idee einer Natur, die einerseits vom Menschen beherrscht wird und andererseits immer wieder ihre eigene Kraft beweist, indem sie vom Menschen eroberte Räume zurückerobert und neues Leben hervorbringt. |
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Hemauer / KellerAlberi arrabbiati, 2025 Installation mit Texten in Zusammenarbeit mit Monica Cantieni und Stimme von Roberto Regazzoni; Dendrometer, Sensor für das Wasserpotenzial des Bodens, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor zur Berechnung des Trockenstresses. Courtesy of the artists Die zweite temporäre Installation ist ein Projekt des Künstlerduos Christina Hemauer und Roman Keller. Das Duo arbeitet seit über 20 Jahren an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft und wurde daher eingeladen, sein Blick auf den Garten der Villa dei Cedri zu richten. Gemeinsam mit der Autorin Monica Cantieni haben sie den Buchen eine Stimme gegeben. 25 kurze Texte stellen den gemessenen Trockenstress an der imposanten Rotbuche im Museumspark dar.
Weitere Informationen finden Sie hier
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Homeland Fictions (a Constellation) der Schweizer Künstlerin Monica Ursina Jäger war die erste temporäre Kunstinstallation im Garten vom Museum. Dieses Werk, das von September 2023 bis November 2024 zu sehen war, bestand aus drei grossen Ringen aus dampfgebogenem Eichenholz, die in einer grossen Umarmung eine der majestätischen Buchen der Villa dei Cedri umfassten. Die Umarmung der Buche, die stark unter dem Klimawandel leidet, durch die Eichenringe inszenierte einen Dialog zwischen zwei Baumarten, welche die Schweizer Wälder und ihre Geschichte geprägt haben und bis heute prägen, und ruft gleichzeitig die Dringlichkeit der aktuellen ökologischen Lage in Erinnerung. Weitere Informationen finden Sie hier Im Jahr 2027 widmet das Museum Villa dei Cedri Monica Ursina Jäger eine Einzelausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Thun. |
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